Wahrzeichen gesichert – Das historische Fördergerüst im Deutschen Bergbau-Museum Bochum wurde fachgerecht restauriert und für die kommenden Generationen bewahrt.
Mit umfassenden Gerüstbauarbeiten und der Erneuerung des Korrosionsschutzes wurde das 1943/44 errichtete Doppelbockgerüst nachhaltig gesichert und wieder dauerhaft erlebbar gemacht. Das Restaurierungsprojekt verbindet denkmalgerechte Sorgfalt mit technischer Präzision – für den Erhalt eines bedeutenden Zeitzeugnisses der Industriekultur.
Sanierung des Fördergerüstes Bergbau-Museum Bochum
Das unter Denkmalschutz stehende germaniagrüne Fördergerüst im Deutschen Bergbau-Museum Bochum kam 1973 als größtes Exponat des Museums nach Bochum. Es stammte ursprünglich vom Zentralschacht der Schachtanlage Germania in Dortmund-Marten. Entworfen von den renommierten Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die auch für die Zeche Zollverein verantwortlich waren, wurde das vollwandige Doppelbockgerüst 1943/44 errichtet.
Für die bedarfsorientierte, stahlbaumäßige Instandsetzung des Fördergerüstes wurden die beschädigten Korrosionsschutzschichten überarbeitet und erneuert. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Größe waren umfangreiche Gerüstbauarbeiten erforderlich. Um Strahlgut und Beschichtung zu schützen, wurde das Gerüst vollständig eingehüllt. Stark korrodierte Bauteile, die einen zu hohen Materialverlust aufwiesen, wurden ersetzt.
Projektteam
Andreas Schindler Michael Kahnau Sara Ailo Tamara Heising