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6-gruppige KiTa mit Familienzentrum
Bergheim-Glessen

  • Auftraggeber:

    Stadt Bergheim

  • Ort:

    Bergheim

  • Beginn:

    2021

  • Fertigstellung:

    2025

  • BGF:

    2.032 m²

  • BRI:

    7.991 m³

  • Leistungen:

    LP 1-9

  • Bilder:

    VS+

Die Stadtverwaltung der Stadt Bergheim, vertreten durch das Technische Gebäudemanagement, plant im Rahmen der östlichen Stadtentwicklung Glessen, den Neubau einer sechsgruppigen Kindertageseinrichtung in dem Neubaugebiet an der Elly-Heuss-Straße in Bergheim-Glessen. Ziel ist es Betreuungsplätze für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt im Sozialraum III (Glessen, Fliesteden, Büsdorf und Rheidt-Hüchelhoven) zu schaffen, um dem Rechtanspruch auf Betreuung gerecht werden zu können.

Das zentrale verbindende Element des Gesamtgebäudes ist der zwischen den einzelnen Häusern angeordnete Hallenbaukörper. Dieser ist im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss als zweigeschossige Halle geplant.

KiTa Elly-Heuss Straße

Der Bebauungsplan Nr. 275/Glessen schreibt für das Grundstück im Neubaugebiet eine dreigeschossige Bauweise vor. Der Entwurf antwortet darauf mit drei Einzelhäusern mit Flachdach, die über einen zentralen Hallenbaukörper zu einem Ensemble zusammenwachsen. Windmühlenartig zueinander gestellt, spannen sie einen Außen- und Spielbereich auf, der sich den wechselnden Anforderungen einer Kindertagesstätte gleichermaßen anpasst wie öffnet.
Zugänglich wird das Gebäude über einen Vorplatz an der nordwestlichen Grundstücksecke. Haus 01 nimmt den Eingang auf und beherbergt im Erdgeschoss neben dem Windfangbereich das Familienzentrum mit angrenzendem Therapiebereich. Das erste Obergeschoss gehört dem Personal- und Multifunktionsbereich, während das zweite Obergeschoss die Leitungs- und Versorgungsfunktionen bündelt – Büro, Küche und die zugehörigen Wirtschafts- und Technikräume eingeschlossen.
Haus 02 und Haus 03 folgen demselben Prinzip: Beide sind als Gruppenhäuser konzipiert und in ihrem Aufbau identisch. Jedes Geschoss beherbergt eine vollständige Gruppeneinheit, die sich vom Garderobenbereich als gemeinsamem Ausgangspunkt in Gruppenraum, Nebenraum sowie Sanitär-, Schlaf- und Rückzugsbereiche entfaltet. Großzügige Fensterflächen und die Belichtung über zwei Fassadenseiten sorgen dabei für eine hohe Tageslichtautonomie.
Die Unabhängigkeit der einzelnen Gruppen ist ein tragendes Entwurfsprinzip: Jedes Haus erschließt sich über ein eigenes Treppenhaus, sodass keine Gruppe den Bereich einer anderen berühren muss. Ein Aufzug sichert die barrierefreie Erreichbarkeit aller Geschosse.
Herz des Ganzen ist der zentrale Hallenbaukörper, der die drei Häuser zusammenhält. In Erd- und erstem Obergeschoss als großzügige zweigeschossige Halle ausgebildet, bildet er räumliche Mitte und Orientierungspunkt zugleich. Eine Brücke verknüpft die Häuser auf kurzem Weg. Im zweiten Obergeschoss öffnet sich schließlich der zentrale Speiseraum – mit Blick auf die Wohnsiedlung und, bei klarer Sicht, bis hin zum Kölner Dom.

Projektteam

Dirk Godau
Felix Bollmann
Karsten Kajo
Leonie Dahm
Alper Budur
Lisa Schöler
Mohammad Mahmoud
Saladin Hafermalz

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