Zum Hauptinhalt springen

KiTa Hostedder Str.
Dortmund

  • Auftraggeber:

    Stadt Dortmund

  • Ort:

    Dortmund

  • Beginn:

    2025

  • BGF:

    1.467 m²

  • BRI:

    6.116 m³

  • Leistungen:

    Machbarkeitsstudie

  • Bilder:

    VS+

Machbarkeitsstudie TEK Dortmund: Zwei Varianten, klare Empfehlung – funktional, wirtschaftlich und bedarfsgerecht für 110 Kinder.

Holzbau für die Zukunft: Klimafreundlicher Neubau mit hoher Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Nachnutzung des Bestands.

KiTa Hostedder Straße

Machbarkeitsstudie

Um den Bedarf an Tagesbetreuungsplätzen für Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt zu erfüllen, trägt die Stadt Dortmund durch eigene Bauvorhaben in Form von Neubauten und Erweiterungen an bestehenden Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) dazu bei, die Planungsziele zu erreichen.
Der bestehende Standort an der Hostedder Straße soll in Form dieser Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Realisierbarkeit der Raumbedarfe überprüft werden. Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Entwicklung von drei Realisierungsvarianten, mittels einer Variantenbetrachtung wird eine Empfehlung ausgesprochen.
Die Planungsvorgaben der Stadt Dortmund umfassen eine 6-gruppige TEK für ca. 110 Kinder von vier Monaten bis zum Schuleintritt. Aufgeteilt sind diese in jeweils zwei Gruppen der Gruppentypen I, II und III. Das Raumprogramm beinhaltet eine Nutzungsfläche von ca. 1.000 m² mit einer Außenspielfläche von mindestens 1.320 m² mit den nötigen PKW und Fahrrad Abstellplätzen.
Die Aufgabenstellung umfasste die Erstellung von drei Varianten zur Unterbringung des Raumprogramms auf dem Grundstück. In der Variante 1 wird das Bestandsgebäude saniert und umgebaut und um einen Anbau erweitert. In der Variante 2 wird die TEK in einem Neubau realisiert. Für das Bestandsgebäude wird ein Nachnutzungskonzept als Wohngebäude entwickelt. Die Variante 3 sah vor die TEK im Bestandsgebäude sowie in einem separaten Neubau unterzubringen. Im Verlauf der Planung stellte sich diese Variante in den ersten Vorentwürfen als nicht funktional heraus. Die beabsichtigte Reduzierung der bebauten Grundfläche und der versiegelten Fläche konnte vor allem aufgrund des doppelten Erschließungsbedarfs von zwei separaten Gebäuden nicht realisiert werden, zudem ist die Nutzbarkeit durch den fehlenden räumlichen Zusammenhang stark eingeschränkt. Auch durch die Nutzer wurde die alltägliche Funktionalität des TEK Betriebs in zwei getrennten Gebäuden bemängelt. Es entstehen viele Wege über den Außenraum bei jedem Wetter, was ein vermehrtes An- und Ausziehen der Kinder zur Folge hätte. Durch die gesammelten Argumente gegen die Variante 3 wurde fachbereichsübergreifend entschieden diese Variante nicht weiter auszuarbeiten.

Konstruktion & Fassade
Der Neubau wird in Holzbauweise als modernes, klimafreundliches und kindgerechtes Gebäude geplant. Neben dem guten Raumkomfort, hat der Holzbau die Vorteile einer schnellen Bauweise durch einen hohen Vorfertigungsgrad und einer geringen CO2-Belastung.
Die einzelnen Satteldachhäuser erhalten eine Holzfassade aus senkrechten Holzlamellen. Die Fassadenfarbe wird in einem ruhigen Farbkanon (grau, beige, weiß) geplant und nimmt sich so gegenüber der heterogenen Bestandsbebauung sowie der identitätsstiftenden Fassade des Bestandsgebäudes zurück. Die ruhige Fassadenausbildung wird durch das, in allen Häusern wiederkehrende, senkrechte Fensterformat in einer angemessenen Maßstäblichkeit und Anordnung unterstützt. Um die einzelnen Häuser hervorzuheben, werden die Fassaden der Erschließungsfläche als transparente Fuge ausgeführt, dieser Zwischenbereich erhält ein begrüntes Flachdach.  

Nachnutzungskonzept Bestandsgebäude
In dem dreigeschossigen Bestandsgebäude können mit wenig Eingriff in die Grundrissstruktur vier Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt ca. 338 m² realisiert werden.
Im Erdgeschoss kann eine drei-Zimmer Wohnung mit einer Wohnfläche von 108 m² entstehen. Hierzu ist der Abbruch von wenigen nicht tragenden Innenwänden, Neuaufbau von Innenwänden und Versetzten von zwei Zimmertüren notwendig. Das Obergeschoss ist aktuell schon in zwei Bereiche getrennt, dies kann beibehalten werden, sodass zwei zwei-Zimmer Wohnungen mit einer Wohnfläche von je ca. 54 m² entstehen. Das Dachgeschoss beherbergt aktuell schon eine Mietwohnung mit einer Fläche von 122 m² und kann nach einer Sanierung wieder vermietet werden. Nach der Trennung der Nutzungen hat das Grundstück mit dem Bestandsgebäude eine Größe von rund 1.000 m² mit einer Gartenfläche von ca. 740 m² und 7 PKW Stellplätzen.

Projektteam

Dirk Godau
Carla Sielker