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KiTa Fischerstraße
Bochum

  • Auftraggeber:

    Stadt Bochum

  • Ort:

    Bochum

  • Beginn:

    07.2017

  • Fertigstellung:

    Frühjahr 2021

  • BRI:

    3.981 m³

  • BGF:

    982 m²

  • Leistungen:

    Generalplanung
    Objektplaung
    Tragwerksplaung
    Techische Gebäudeausrüstung
    Bauphysik
    SiGeKo
    Geotechnik
    Vermessung
    Brandschutz
    Beweissicherung

  • Bilder:

    Claudia Dreysse, Dortmund (Außen)
    Fabian Linden, Bochum (Innen)

Der kompakte Neubau entstand an der Fischerstraße im Bochumer Stadtteil Gerthe – auf einer bislang ungenutzten städtischen Grünfläche. Als Dependance ergänzt er die bestehende Einrichtung und stärkt den Standort funktional wie städtebaulich.

Gestalterisch setzt das Gebäude mit farbig akzentuierten Stirnseiten klare Adressen im Stadtraum. Eine „goldene“ Hülle aus Dach- und Fassadenflächen fasst den Baukörper zusammen und verleiht ihm eine prägnante, zugleich warme Ausstrahlung mit hohem Wiedererkennungswert.

KiTa Fischerstraße

Im Januar 2022 wurde der Neubau einer Kindertagesstätte für 55 Kinder in städtischer Trägerschaft der Stadt Bochum eröffnet. Der kompakte Neubau wurde in der Fischerstraße 15 im Stadtteil Gerthe auf einer städtischen Grünfläche als Dependance der bestehenden Einrichtung in der Fischerstraße 69 errichtet. Auf dem Areal des Altbaus selbst gab es keinerlei Ausbaureserven. Insofern wurde der Neubau im Kreuzungsbereich von Fischerstraße, Freie-Vogel- und Kirchharpener Straße an exponierter Stelle verortet. Der Neubau beansprucht auf Grund seiner Zweigeschossigkeit eine Bruttogrundfläche von etwa 440 m².

Das Gebäude nimmt die städtebaulichen Bezüge auf, schließt die Ecke und reiht sich in die vorhandene Struktur ein. Mit seiner Höhenentwicklung und ausgeprägten Dachform, orientiert sich der Neubau an den Gebäudebeständen und schreibt diesen logisch fort. Die Gestaltung der Fassaden greifen im Maßstab ebenfalls Vorhandenes auf und interpretieren dies spielerisch mit Bezug auf die angedachte Nutzung.

Im Gegensatz zu den sie öffnenden farbig gestalteten Putzfassaden auf der Ost- und Westseite, wirken die dem öffentlichen Raum zugewandten Fassadenfläche der Südseite eher introvertierten. Wie ein Tuch legt sich die Fassade bindend über die „3 Häuser“ und verleiht dem quadratischen Grundriss eine Richtung. Fenster- bzw. Dachöffnungen sind frei in die metallische Gebäudehülle aus „goldenen“ Aluminium-Fassadenbahnen eingestreut, sensibel detailliert und erzeugen so in Verbindung mit der Struktur des Materials und der seiner Farbgebung ein spannungsreiches Erscheinungsbild.

Über den zum Parkplatz orientierten Haupteingang an der Ostseite, betritt man das zweigeschossige Haus und gelangt in eine offene Halle mit Treppe und Aufzug. Über diese zentrale Erschließungsachse werden die beiden Gruppenräume und die Funktionsräume erschlossen. Zugleich ist sie als Spielflur gedacht. Direkt am Eingang, mit Abstellgelegenheit für die Kinderwagen, befindet sich das Büro der Leitung. Im östlichen Teil des Hauses sind, in einer Nutzungseinheit gebunden, die dienenden Räume der Einrichtung untergebracht. Alle Aufenthaltsräume im EG verfügen über einen direkten Zugang nach draußen.

Auf aussenliegende Treppen für den zweiten Rettungsweg wurde bewußt verzichtet. Das Obergeschoss beherbergt einen dritten Gruppenraum sowie den großen Mehrzweckraum. In allen Räumen ist die Dachlandschaft wahrnehmbar und sorgt für Orientierung. Eingestellte, hölzerne Konstruktionen bilden nach dem „Haus im Haus“ Prinzip Raumangebote für verschiedene Nutzungen und folgen dem Grundthema des Entwurfs. Neben der dezenten, akzentuierten Farbigkeit der Boden- und Wandflächen, tragen die geseiften Holzoberflächen maßgeblich zu positiven Wirkung der Innenräume bei.

Projektteam

Dirk Godau
Nathalie Pewny

Marion Fangmeyer
Lisa Pößel

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