Im Rahmen des Masterprogramms „Gebäudehüllen aus Metall” erhalten Studierende der FH Dortmund die Möglichkeit, praktische Erfahrung in der Metallverarbeitung zu gewinnen. Zu diesem Zweck entsteht rückseitig des bestehenden Architekturgebäudes an der Emil-Figge-Straße 40 ein neues Metalllabor.
Der Neubau ordnet sich parallel zum Bestandsgebäude als langgestreckter, rechteckiger Baukörper ein und erschließt sich von Westen. Das Gebäude ist als vier Meter hoher „Einraum” konzipiert und bietet auf einer offenen Fläche von rund 240 m² Arbeitsplätze sowie Maschinen für die Metallverarbeitung. Einzig der Technik- und Sanitärraum ist nach dem Raum-im-Raum-Prinzip als kompakter Kubus in den Grundriss eingestellt.
Die Primärkonstruktion bildet ein der Nutzung entsprechendes Stahlskelett aus sieben feuerverzinkten Stahlrahmen. Diese tragen das akustisch wirksame Trapezblechdach mit extensiver Dachbegrünung. Hochwärmegedämmte Sandwichelemente übernehmen den vertikalen Raumabschluss und ermöglichen eine schnelle, kostenoptimierte und energieeffiziente Bauweise. Angeordnet in einem strengen Ein-Meter-Raster, erhalten sie durch vorgelagerte vertikale Lisenen, die die Elementfugen überdecken, eine subtile räumliche Tiefe. Der Lastabtrag der Rechteckprofile erfolgt über einen profilierten Sichtbetonsockel, der zugleich den Spritzwasserschutz sicherstellt. Raumhohe Fensterelemente fügen sich in das Fassadenraster ein und stellen den Bezug zum Außenraum her – ihre gezielte Anordnung macht einen zusätzlichen Sonnenschutz entbehrlich. Markant akzentuieren Betonfertigteilrahmen die drei Zugänge, deren Geometrie sich jeweils entsprechend ihrer Funktion differenziert.
Im Sinne einer möglichst einfachen und robusten Bauweise ist die Gebäudetechnik auf das Wesentliche reduziert: Deckenheizstrahler und zwei Lichtbänder sind parallel zur langen Außenwand angeordnet und unterstreichen dabei die horizontale Geometrie des Gebäudes.